KHG Heidelberg

Katholische Universität Heidelberg

Heidelberg – die beste deutsche Stadt zum Studieren

Es gibt viele Gründe, um gerade in Heidelberg zu studieren. Wer Tradition schätzt, ist an der ältesten deutschen Universität, der Ruprecht-Karls-Universität, gut aufgehoben. 1386 gegründet, vereint sie heutzutage Tradition mit Innovation und verfügt über ein weitgespanntes Netz von Forschungs- und Lehrkooperativen sowie außeruniversitären Beziehungen über die gesamte Stadt hinweg, von denen man als Studierender durchaus profitieren kann. Eine Vielzahl von Leibniz- und Nobelpreisträgern sprechen für die stete Qualität in Forschung und Lehre – ein großer Pluspunkt, wenn es darum geht, in der deutschen Universitätslandschaft konkurrenzfähig zu sein. Das hat sich auch international herumgesprochen: nahezu 20% der Studierenden kommen aus dem Ausland. Doch gibt es noch eine Vielzahl von anderen Gründen, die die Studierenden aus Nah und Fern in die baden-württembergische Metropole locken.

 

Nicht zuletzt ist die Lage der Stadt am Neckar, wo dieser den Oberrhein verlässt und in die Oberrheinebene eintritt, eine ganz besonders reizvolle. So kann man vom Königstuhl (568 m) oder vom Heiligenberg (445 m) einen grandiosen Ausblick über die Tiefebene erhalten. Da Heidelberg in einer der wärmsten Regionen Deutschlands gelegen und oft maritimen Einflüssen ausgesetzt ist, wachsen hier sogar Mandel-, Feigen- und Ölbäume und es fühlen sich auch Tierarten sehr wohl hier, die sonst nur in südlicheren Gefilden vorkommen. Wer sich in den nördlicheren Regionen Deutschlands oder Europas aufgrund des Wetters nicht so gut aufgehoben fühlt, der könnte hier ein neues Zuhause finden. Die guten Anbindungen des Fernverkehrs, gerade über die vielen ICEs, machen das um so leichter. Heidelberg liegt zudem am Europäischen Fernwanderweg E1 (Mittelschweden – Umbrien).

 

Doch nicht nur in Sachen Natur, sondern auch Kultur kann Heidelberg über seine Universität hinaus punkten, da die Stadt zu den wenigen im Zweiten Weltkrieg nicht zerstörten Großstädten zählt. Besonders sehenswert ist die barocke Altstadt, die nach ihrer zweifachen Zerstörung im 17. Jahrhundert neu errichtet wurde. Sie bietet auf einer Länge von 1,6 km eine der längsten Fußgängerzonen Europas. Hier reihen sich viele historische Bauwerke aneinander. Einige Highlights der Stadt, die man auf keinen Fall verpassen sollte, wenn man in Heidelberg studiert: das Heidelberger Schoss, die Alte Brücke, die zu Deutschlands ältesten Brückenbauten zählt, das 1592 erbaute Hotel „Zum Ritter“, das Karlstor und vieles mehr.

 

Im März bzw. April findet jährlich der „Heidelberger Frühling“ statt, ein Festival für klassische und zeitgenössische Musik mit vielen internationalen Künstlern. Etwa zeitgleich gibt es die eher kontemporär ausgerichteten Events „Queer Festival Heidelberg“ und „Heidelberger Stückemarkt“, bei dem junge Autoren an mehreren Tagen Theaterkultur inszenieren. Die Universität organisiert seit 1989 das „Heidelberger Symposium“, eine dreitägige interdisziplinäre Veranstaltung zu gesellschaftlich hoch relevanten Themen, und im Sommer werden im Schlosshof die „Heidelberger Schlossfestspiele“ veranstaltet.

 

Heidelberg bietet Studierenden also nicht nur in wissenschaftlicher, sondern auch in kultureller und landschaftlicher, historischer und infrastruktureller Hinsicht einen perfekten Ort, um hier die schönste Zeit ihres Lebens zu verbringen.

 

10 interessante Fakten über die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

1. Bei der Ruprecht-Karls-Universität (lat. „Ruperto Carola“) handelt es sich um eine der ältesten europäischen Universitäten überhaupt und sie gilt mit ihrer Gründung durch den pfälzischen Kurfürsten Ruprecht I. auf Weisung von Papst Urban VI. im Jahr 1386 als die älteste deutsche Universität.

 

2. Die Bibliothek gilt als Wahrzeichen der Universität und sie ist zugleich die älteste deutsche Universitätsbibliothek. Ihre Bestände wurden im 16. Jahrhundert durch den Kurfürsten Ottheinrich sogar der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach der Säkularisierung mussten ihre Bestände neu aufgebaut werden.

 

3. Das Renommee der Universität Heidelberg ist auch an der Zahl der Studierenden abzulesen. Im Wintersemester 2016/17 studierten insgesamt 30.787 Menschen dort, darunter mit einem Anteil von 18,8% allein 5.793 ausländische Studierende. All diese Studierenden werden von insgesamt rund 5.000 Wissenschaftlern betreut, darunter allein 450 Professoren.

 

4. Seitdem der Nobelpreis 1901 vergeben wird, haben insgesamt über 50 Personen, deren Vita mit der Universität bzw. der Stadt Heidelberg verknüpft ist, den Nobelpreis erhalten, darunter im Jahr 1905 zum Beispiel der Physiker Philipp Lenard für seine Forschungen über die Natur der Kathodenstrahlen, 1910 der Mediziner Albrecht Kossel für seine Arbeiten über Proteine und Nukleinsäuren oder zuletzt 2014 der Chemiker Stefan W. Hell, seit 2003 Professor an der Universität. Den Nobelpreis für Chemie erhielt er für seine Arbeiten zur Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie.

 

5. Auch im Bereich der Nachwuchsforschung kann die Universität Heidelberg glänzen. Bereits 19 Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises, einer der wichtigsten Forschungsförderpreise in Deutschland, sind in den Annalen verzeichnet, und zwar in so unterschiedlichen Forschungsrichtungen wie Alter Geschichte (Géza Alföldy), Molekularbiologie (Günther Schütz) oder Kognitiver Sozialpychologie (Klaus Fiedler).

 

6. Wie jede andere Universität auch, führt Heidelberg ein Markenzeichen. Hier ist es das Universitätssiegel, auf dem nach vorherrschender Forschungsmeinung der Stiftungsvorgang der Universität selbst dargestellt wird, wobei unter anderem der Apostel Petrus als Schutzpatron zu sehen ist.

 

7. Nicht nur die Gebäude der Universität haben eine lange Tradition, auch die akademische Kleidung, in diesem Fall: die Talare. Denn bereits von Anfang an war in den Statuten der Universität das Tragen der „cappa“, eines Kapuzenmantels, vorgeschrieben. Nachdem die altehrwürdige Kleidung in den 1960er Jahren abgeschafft wurde, ist sie seit Mitte der 1990er Jahre wieder erlaubt.

 

8. Insgesamt 748 Rektoren haben seit der Gründung der Universität im Jahr 1386 ihr Schicksal gelenkt, der erste unter ihnen war der Magister Marsilius von Inghen, der zunächst für eine Amtszeit von drei Monaten gewählt wurde. Diese kurzen Amtszeiten waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts üblich.

 

9. Die Universität Heidelberg ist hervorragend mit vielen sehr bekannten außeruniversitären Forschungseinrichtungen vernetzt, zu denen unter anderem das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Europäische Laboratotium für Molekularbiologie (EMBL) und die Forschungsstelle für Internationale Agrar- und Wirtschaftsentwicklung gehören.

 

10. Ein weltweites Netzwerk zu anderen Forschungs- und Lehrzentren wurde etabliert, so dass inzwischen Austauschprogramme mit 450 verschiedenen Hochschulen auf der ganzen Welt bestehen. Auch 23 Universitätspartnerschaften sowie mehrere Graduierten- und Promotionskollegs zeugen vom Engagement der Universität, ihre nationalen und internationalen Verbindungen stetig auszubauen.

Das Studium an einer katholischen Universität

Katholische Universitäten sind Universitäten in Trägerschaft der katholischen Kirche (Stiftungen einzelner Diözesen, Bischofskonferenzen, vereinzelt auch des Papstes). Davon zu unterscheiden sind Ordenshochschulen (http://www.ordenshochschulen.de). Katholische Universitäten gibt es inzwischen weltweit, eine Liste findet man etwa auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Katholische_Universit%C3%A4t. Zu den deutschen katholischen Universitäten gehören unter anderem die Hochschule für Philosophie München, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie die Katholische Hochschule Mainz. Doch welche Vorteile bietet es, an einer katholischen, also stark religiös geprägten Universität zu studieren?

 

In der Apostolischen Konstitution heißt es von Seite des Papstes: „Jede Katholische Universität ist als Universität eine akademische Gemeinschaft, die in strenger und kritischer Methode zum Schutz und zur Förderung der menschlichen Würde und zugleich des Kulturerbes ihren Beitrag leistet durch Forschung und Lehre und durch die verschiedenen Dienste, die sie den örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaften zu deren Nutzen erbringt.“ Das klingt zuerst einmal sehr vielversprechend, doch ist der Status von katholischen Kirchen immer noch ein umstrittenes Thema in den öffentlichen Debatten. Einige sagen, dass Religion eben in der Kirche oder auf dem privaten Sektor ausgeübt werden sollte, jedoch nicht an der Universität. Andere sind der Meinung, dass das katholische Christentum zwar durchaus seinen Platz innerhalb der Universität haben darf, die Universität an sich aber in religiöser Hinsicht neutral bleiben sollte. Nicht zuletzt gibt es diejenigen, die denken, dass katholische Universitäten einige einzigartige Voraussetzungen haben, wenn es um die Entdeckung und Verbreitung von Wahrheit geht – Aufgaben einer jeden Universität.

 

Weitere Vorzüge der katholischen Kirchen liegen unter anderem in der Sicht auf den Menschen. Die Würde und Dignität des Menschen sind im katholischen Glauben zentral, besonders seit dem 2. Vatikanischen Konzil. Man darf also erwarten, dass katholische Universitäten die Wichtigkeit von Personen über die der Dinge stellen und die Überlegenheit des Seins über das Haben anerkennen. In unserer heutigen Gesellschaft wird das Individuum zunehmend als Werkzeug betrachtet, das gerade in wirtschaftlicher Hinsicht zu „funktionieren“ hat. Die Ausbildung der katholischen Universitäten führt nicht nur zur Ausbildung von technischen Kompetenzen, sondern auch zur Kultivierung einer humanistischen Sichtweise bei den Studierenden.

 

Die katholische Kirche gehört zu einer der ältesten noch lebendigen Religionen. Sie existiert unter anderem deshalb noch, weil sie es schafft, Jahrhunderte alte Traditionen mit den Werten der heutigen Gesellschaft zu verbinden. So lernen die Studierenden hier die alten Werte, das alte Wissen kennen, doch in einer aktualisierten Form. Im Gegensatz zu staatlichen Hochschulen stehen katholische Universitäten für die „Einheit des Wissens“ – das heißt keine immer weiter fortschreitende Spezialisierung und Ausdifferenzierung des Wissens, sondern eine Synchronisierung und Integration („Uni-Versität“ vs. „Multi-Versität“). So beugt man einer zunehmenden Orientierungs- und Verständnislosigkeit der Studierenden vor.

 

Es lohnt sich also durchaus, sich mit den wenigen katholischen Hochschulen Deutschlands vertraut zu machen, bevor man sein Studium aufnimmt. Stellvertretend für die anderen Universitäten kann man sich auf der folgenden Website über die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt informieren: http://www.ku.de/unsere-ku/portraet.